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Samstag, 12. Juni 2010 | Landesklasse West | Presseberichte
Pressevorschau auf den 30. Spieltag der Landesklasse West
Showdown in Schönwalde
SSV-Elf braucht einen Sieg über den VfL Nauen / Wachower im Zugzwang
HAVELLAND - Der Showdown steigt morgen in Schönwalde. Mit einem Sieg im Havelland-Derby gegen den VfL Nauen würden die gastgebenden SSV-Landesklassekicker den ersehnten Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. Ein Punkt reicht den an der Spitze liegenden Schönwaldern mit aller Wahrscheinlichkeit nicht, denn der einen Punkt zurückliegenden Verfolger von Chemie Premnitz hat im Heimspiel gegen den Tabellenneunten Perleberg die leichtere Aufgabe zu lösen.
Schönwaldes Trainer Mario Berg erwartet zum Saisonabschluss gegen die Nauener noch einmal ein schweres Spiel. „Wir müssen genauso diszipliniert und konzentriert wie vorige Woche in Wittstock auftreten, den wir wollen uns das Ding auf der Zielgeraden nicht mehr wegnehmen lassen“, sagte der SSV-Coach, dessen Team beim Tabellendritten in Wittstock mit 1:0 gewonnen hatte. Aber: „Wir wissen um die Stärken von Nauen. Die müssen wir in den Griff bekommen“, so Mario Berg mit Blick auf die 1:3-Niederlage in der Hinrunde in Nauen. Er bangt zudem noch um den Einsatz von Kevin Potyralla und Christopher Kaiser bangt, die angeschlagen sind.
Die Nauener können die Sache wesentlich gelassener angehen lassen. „Wir sind nicht unter Druck. Und Schönwalde muss uns erstmal schlagen, um den Aufstieg zu feiern“, sagte VfL-Trainer Wladimir Siverin, der sich auf eine große Kulisse und ein spannendes Spiel freut. Das er mit einem Punktgewinn in Schönwalde den Premnitzern den Weg zum Aufstieg ebnen würde, findet Siverin allerdings nicht so gut. „Was Premnitz gegen uns abgezogen hat, verdient eigentlich eine Revanche. Das ist eine blöde Situation für uns“, sagte der VfL-Coach. Bei der Nauener Niederlage in Premnitz hatte ein Chemie-Spieler den Ball bei einem Schiedsrichterball mit Windunterstützung zum entscheidenden 2:0 ins gegnerische Tor geschossen, obwohl er zu den Nauenern zurückgeben sollte. Die Gäste waren in dieser Phase drauf und dran, den 1:1-Ausgleich zu erzielen und sind über die Aktion immer noch sauer.
Andererseits wolle er seinem Verein hinterher auch nicht nachsagen lassen, den Schönwaldern den Aufstieg geschenkt zu haben. „Wir können uns mit einem Sieg in der Tabelle noch verbessern. Das wäre ein schöner Abschluss, denn im nächsten Jahr wollen wir mit einigen Rückkehrern in der Landesklasse oben angreifen“, sagte Siverin. Bei den Nauenern stehen hinter dem Einsatz der angeschlagenen Christian Zantow, Tim Hoffmann und Michael Bol noch Fragezeichen.
Für den FSV 1950 Wachow/Tremmen ist die Lage vor dem anderen HVL-Derby beim SV Falkensee-Finkenkrug II schlechter als die der Schönwalder. Denn sie können den Klassenerhalt nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Eiche Weisen (in Schenkenberg) und Rhinow/Großderschau) dürfen nämlich nicht gewinnen, damit die Wachower noch eine Chance haben.
Eintracht Friesack empfängt zum Saisonabschluss die Elf von Hansa Wittstock, gegen die sie vor eineinhalb Wochen auswärts das Nachholspiel mit 3:8 verloren haben. Diesmal sind die Fliederstädter sicherlich um ein besseres Ergebnis bemüht. (Von Axel Eifert)
Konzentration auf drei Spiele
Rhinow/Großderschau erwartet den Lindower SV und schaut auf zwei Mitkonkurrenten
RHINOW - Spätestens am Sonnabend, um 17 Uhr, wird die Frage beantwortet sein, ob die Elf von Guido Wiesian nach nur einem Jahr Landesklassenzugehörigkeit wieder den Weg in die Kreisliga antreten muss. Eigentlich stand Rhinow vor vier Wochen als Absteiger so gut fest, aber durch die letzten Erfolge (sieben Punkte in drei Spielen) schob sich die Mannschaft wieder auf den 13. Platz vor. Der würde aber nach dem jetzigen Stand nicht ausreichen, weil Rhinow nach Punkten und Toren der zweitschlechteste 13. der fünf Landesklassenstaffeln wäre und die beiden schlechtesten absteigen müssen. Also muss der SV Rhinow/Großderschau, um ganz sicher zu gehen, den 12.Platz erreichen. Den kann er aber nur erreichen, wenn folgende Konstellation eintritt: Rhinow muss gegen Lindow, das als Absteiger schon fest steht, unbedingt gewinnen. Wachow, als 14., darf beim SV Falkensee II nicht mit mehr als drei Toren höher gewinnen, als die Rhinower. Noch entscheidender ist aber, dass der derzeitige Zwölfte, SV Eiche Weisen, sein Auswärtsspiel beim SV Schenkenberg nicht gewinnt. Also ist am Sonnabend für Spannung gesorgt.
Auf die Unterstützung durch zahlreiche Zuschauer und Fans darf die Mannschaft hoffen, denn im Rahmen der 125-Jahrfeier des Rhinower Sportvereins findet am Sonnabend das Traditionstreffen statt, das um 10 Uhr mit einem Ü 40-Turnier mit sechs teilnehmenden Mannschaften eröffnet wird.
Zum Landesklasse-Punktspiel nicht mit auflaufen wird Kapitän Stefan Ruff, der nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt ist. Fraglich ist der Einsatz von Christian Dietrich (Rückenprobleme) und Steffen Dalmann (Augenverletzung).
Der Anpfiff erfolgt um 15 Uhr durch Schiedsrichter Mathias Mrosewski aus Kremmen. (mp)
Herzschlagfinale in der Landesklasse West
Premnitz erwartet heute Perleberg
PREMNITZ - Wer hätte das gedacht. Der TSV Chemie Premnitz hat am letzten Spieltag noch die Chance, den Titel nach Premnitz zu holen und in die Landesliga aufzusteigen. Diese Chance ist zwar gering, aber im Fußball ist ja nichts unmöglich. Um den Platz an der Sonne einzunehmen, müssen die Chemiker ihr Heimspiel gegen Perleberg gewinnen und Spitzenreiter Schönwalde darf im Havellandderby gegen den VfL Nauen nicht als Sieger vom Platz gehen. Denn der TSV liegt mit nur einem Punkt Rückstand in Lauerstellung.
Chemie kann auf die stolze Bilanz von 18 Spielen ohne Niederlage blicken und egal, wer am Ende die Nase vorn haben wird, diese junge Chemie-Mannschaft darf schon jetzt stolz auf das Erreichte sein.
Am 7. November 2009 unterlagen die Premnitzer zuletzt beim VfL Nauen. Diese Serie möchte der TSV nun natürlich um ein weiteres Spiel ausbauen.
Gegen Perleberg steht den Trainern Rotter und Peter fast der komplette Kader zur Verfügung. Kremp fällt weiterhin aus, nur hinter dem Einsatz des zuletzt stark spielenden Kaiser steht ein Fragezeichen. Ob die Verletzung abklingt, wird sich sicher erst am Spieltag zeigen.
Gespannt werden die Premnitzer Anhänger auch nach Schönwalde schauen – oder besser hören. Dort ist der Schönwalder SV gegen den VfL Nauen klarer Favorit und alles andere als ein Sieg der Berg-Elf wäre eine Überraschung. Zu deutlich scheint die sportliche Überlegenheit der mit vielen Oberligaakteuren gespickten Schönwalder Mannschaft. Dass der Spitzenreiter sich gerade zu Hause mitunter schwer getan hat, ist bekannt. Den Premnitzern bleibt so zumindest ein Fünkchen Hoffnung, wenn sich der Tabellenfünfte, VfL Nauen, für den es um nichts mehr geht, nicht hängen lässt und den Schönwaldern alles abverlangt. Sollte es dem VfL gelingen, eine ähnliche Leistung wie beim 3:1-Erfolg im Hinspiel abzurufen scheint eine Überraschung möglich zu sein und dann muss der TSV zur Stelle sein, um einer jetzt schon überragenden Saison den I-Punkt aufzusetzen. Der Anstoß vor hoffentlich vielen Premnitzer Anhänger erfolgt um 15 Uhr im Stadion der Chemiearbeiter. (sk)

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