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Dienstag, 16. Februar 2010 | Fußball allgemein | Presseberichte
Am Wochenende soll die Rückrunde starten, doch viele Plätze sind wegen des hartnäckigen Winterwetters nicht bespielbar
Mirko Wittig: „Eine Generalabsage wird es nicht geben“
Die Verantwortlichen von Fortuna Babelsberg sind optimistisch, dass der Ball am Sonnabend auf ihrem Kunstrasenplatz rollt. „Wir werden alles daran setzen, dass wir spielen“, sagt Vorstandsmitglied Gert Laßmann vor dem Rückrundenstart am Wochenende. „Bislang geben wir für das Duell gegen Templin grünes Licht.“ Der Rückrundenstart ist wegen der Schneefälle in Gefahr.
So wie der Landesligist aus Potsdam versuchen vielerorts Vereinsmitglieder, ihre Spielfläche vom Schnee zu befreien. „Und genau deshalb wird es auch keine Generalabsage geben“, sagt Mirko Wittig, Vorsitzender des Spielausschusses des Fußball-Landesverbandes (FLB). „Es wäre unfair, wenn wir das Engagement der Vereine einfach übergehen und alle Spiele ausfallen lassen würden.“ Wittig wusste am Montag bereits, dass auf einigen Plätzen die zweite Halbserie angepfiffen werden kann. „Am vergangenen Wochenende ging in der Brandenburgliga das Nachholspiel zwischen Brieske Senftenberg und dem SV Babelsberg II über die Bühne“, so Wittig. „Auch in der Uckermark fand ein Kreisligaduell statt. Da wo gespielt werden kann, wird gespielt.“ Das Argument der „Wettbewerbsverzerrung“ kann der Schönermarker nicht nachvollziehen. „Ich habe auch jahrelang Fußball gespielt. Auch wir mussten schon auf Schnee spielen“, so der 39-Jährige. „Fußball ist auch Wintersport.“
Ähnlich sehen es die Mitglieder vom Fußballkreis Havelland-Mitte. „In unserer Region gibt es mehrere Kunstrasenplätze“, so der Vorsitzende Hartmut Lenski. „Die Plätze, auf denen die Gesundheit der Spieler nicht in Gefahr ist, können bespielt werden.“
Hartmut Domagala, Vorsitzender des Spielausschusses, hofft auf ein faires Miteinander. „Die Vereine, bei denen gespielt werden kann, sollten die Plätze auch anderen Teams zur Verfügung stellen. Die Spiele können um 10 Uhr starten.“
Auch Michael Hillmann, Geschäftsführer des FLB, hält nichts von einer Generalabsage. Die „wäre die letzte Option“, so der Cottbuser. „Auf einigen Plätzen ist der Spielbetrieb möglich. Da soll auch gespielt werden.“ Hillmann weiß, dass in den nächsten Wochen noch viele Partien ausfallen werden und somit „jedes Match, das am Wochenende angepfiffen wird, dem Spielbetrieb weiterhilft.“
Einen Zahn zog Mirko Wittig den Vereinen schon im Vorfeld. „Wir werden die Saison nicht verlängern. Anders als die Berliner.“ Dort sollte am vergangenen Wochenende bereits der dritte Rückrundenspieltag stattfinden. Doch aufgrund des hartnäckigen Winterwetters gab es die nächste Generalabsage. Um künftig eine Vielzahl an englischen Wochen im Amateurfußball zu vermeiden, hat der Berliner Spielausschuss entschieden, die Saison um zwei Wochen bis zum 20. Juni zu verlängern. „Das wird es bei uns nicht geben. Die Nachholtermine sind Ostern, Pfingsten und an einigen Mittwochabenden“, so Wittig. „ Wir verfallen nicht in Hektik.“
Bei Fortuna Babelsberg packten viele fleißige Helfer mit an, um den Kunstrasenplatz flott zu bekommen. „Die Jungs wollen spielen. Der Platz ist grün“, sagt Trainer Manuel Brunow. „Bei uns rollt der Ball.“ (Von Sebastian Morgner)
Anmerkung: Quelle: Märkische Allgemeine, 16.02.2010

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